Spotify: Wenn kostenlos nicht billig genug ist…

Spotify bietet Musik für jeden Geldbeutel. Der Dienst hat neben einem Abomodell auch ein kostenloses, werbefinanziertes Angebot. Doch auch dieses scheint vielen Nutzern nicht gut genug zu sein. Im Rahmen eines von Spotify für den geplanten Börsengang veröffentlichten Prospekts legte der Anbieter offen, dass ca. zwei Millionen Nutzer manipulierte Apps nutzen, um Werbung zu unterdrücken und so quasi eine kostenlose „Premiumversion“ des Dienstes zu erhalten. 

Nutzer derartiger Apps wurden Anfang März per E-Mail von Spotify informiert, dass ein andauernder Missbrauch des Dienstes zur Suspendierung des Kontos führen würde. Nun machte das Unternehmen scheinbar Ernst und deaktivierte zahlreiche Nutzerkonten.

Dies führte bei den frustrierten Nutzern scheinbar zu intensiven Google-Suchen nach Alternativen. Wie zuerst von dem Szene-Blog Torrentfreak berichtet, verzehnfachten sich die Anfragen nach dem Suchbegriff „Spotify APK“ Anfang März sprunghaft. „APK“ ist die Bezeichnung der Installationsdatei, vergleichbar etwa mit einer „.exe“ unter Windows.

Warum 2 Millionen Nutzer bis jetzt unbemerkt derart manipulierte Apps nutzen konnten oder warum Spotify erst jetzt gegen diese vorgeht, ist dem Prospekt nicht zu entnehmen.

 

auch derStandard berichtet

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