Schweiz: Gründer von Rapidshare wegen Beihilfe zu gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzungen angeklagt

Der schweizer Sharehoster „RapidShare“ zählte einst zu den größten Anlaufstellen für illegale Downloads. Nach zahlreichen zivilrechtlichen Gerichtsverfahren, die teilweise durch den Bundesgerichtshof entschieden wurden, stellte der Dienst 2015 seinen Betrieb ein.

Für den Gründer, seine Ehefrau und den damaligen Rechtsanwalt gibt es nun ein strafrechtliches Nachspiel. Ihnen wird gewerbsmäßige Gehilfenschaft zu mehrfachen Vergehen gegen das Urheberrecht vorgeworfen.

Im Kern wird es in dem Verfahren um die Frage gehen, ob die Betreiber für die Uploads (und damit Urheberrechtsverletzungen) ihrer Kunden haften bzw. als Gehilfen anzusehen sind. Das Zuger Strafgericht hat vier Verhandlungstage angesetzt. Auch in Deutschland ist die Frage der Mittäter-/Gehilfenschaft des Betreibers eines „Sharehoster“ umstritten. Am 20.09.2018 wird der BGH in mehreren Klagen gegen den Dienst „Uploaded“ über diese Frage verhandeln.

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