Rechteinhaber gehen gegen illegale IPTV-Angebote vor

In Europa steht spätestens seit der „Filmspeler“-Entscheidung des EuGH (Az. C-527/15) fest, dass nicht nur der Download, sondern auch das Streaming von Serien und Spielfilmen aus unlizensierten Quellen rechtswidrig ist. Das gilt erst recht für die Bereitstellung solcher Angebote, und zwar sowohl das Speichern und Verbreiten der Dateien, als auch den Verkauf von Geräten, die den Zugriff auf solche rechtswidrigen Inhalte ermöglichen.

Auch in den USA ist der Betrieb solcher Streaming-Seiten verboten. Dort wurden nun acht Verdächtige vor einer Grand Jury angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, einen illegalen Abo-Dienst namens „Jetflicks“ betrieben zu haben, über den tausende von Serienfolgen und Spielfilmen abgerufen werden konnten. Einer der Angeklagten soll zudem nach seinem Ausscheiden bei „Jetflicks“ einen ebenfalls illegalen Konkurrenz-Dienst namens iStreamItAll gestartet haben. Den Tätern drohen mehrjährige Haftstrafen.

Daneben greifen Rechteinhaber aber auch immer wieder zu zivilrechtlichen Mitteln. So hat der Satelliten-Fernsehanbieter DISH kürzlich den Betreiber von „IPguys“ verklagt und wirft diesem vor, das Fernsehsignal von DISH abgegriffen und ohne die erforderliche Lizenz über das Internet weiterverbreitet zu haben (sog. IPTV).

In Kanada ist es der Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) in einem Gerichtsverfahren gelungen, die Abschaltung eines der größten IPTV-Anbieter zu erreichen, der unter dem Namen „Vader Streams“aufgetreten war. Neben der Abschaltung des Dienstes und der Übertragung der Domain wurden die Betreiber auch zur Zahlung von 10 Mio. Dollar Schadensersatz verurteilt.

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