LTO: Ein kleiner Abriss zum „Roboter in der Recht­sp­re­chung“

Legal Tribune Online vom 07.02.2021

Künstliche Intelligenz Der Roboter in der Recht­sp­re­chung

Britische Science-Fiction-Schriftsteller haben eindeutig die Nase vorn, wenn es um den menschlichen Umgang mit Robotern und Künstlicher Intelligenz (KI) geht. In seinem Werk ‚Die Kinder des Saturn‘ (2008) lässt etwa Charles Stross (1964–) die Hauptfigur Freya Nakamichi-47 durch ein nur noch von Robotern bevölkertes Sonnensystem reisen. Nach dem Aussterben des Homo sapiens ist sie recht verloren, weil ihr KI-Bewusstsein als ‚perfekte Konkubine‘ darauf geeicht ist, menschliche Bedürfnisse zu bedienen.

Der frühere ESA-Physiker Alastair Reynolds (1966–) beschreibt in ‚Aurora‘ (2007) plausibel wirkende posthumane Menschen und ein Sammelsurium ausdifferenzierter KI-Existenzen. Seine postkapitalistische Überflussgesellschaft ‚Culture‘ bevölkerte der schottische SF-Schriftsteller Iain Banks (1954–2013) mit zahllosen intelligenten Robotern, die sich oft durch ihren hinterhältigen Witz auszeichnen.

Leiden am Roboter in der deutschen Rechtsprechung und in der EU-Gesetzgebung

Die mit TV-Produktionen wie ‚Downton Abbey‘ (2010–2015) oder ‚The Crown‘ (2016–) vom Adels- und Gesinde-Kitsch heimgesuchte britische Kultur mag eine besondere Affinität für ausgebeutete Mägde und Knechte haben, doch finden sich Einsichten zu Diensten von Robotern und KI längst auch in Entscheidungen deutscher Gerichte und amtlichen Dokumenten der Europäischen Union….“ 

 

zum lesenswerten Ausflug in die Rechts- und Kulturgeschichte

 

 

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