„Joint Statement on transfer of value/value gap“: Urheberverbände wenden sich mit offenem Brief an Axel Voss

authorsocieties.eu vom 04.10.2017

In einem offenen Brief an den EU-Parlamentarier Axel Voss haben zahlreiche Verbände von Urhebern und Rechteinhabern verschiedener Industriezweige ihrer Forderung Ausdruck verliehen, den sog. Value Gap zu schließen. Axel Voss ist Berichterstatter zum Entwurf der „Copyright in the Digital Single Market“-Richtlinie.

Im Kern geht es um das Problem, das User-Generated-Content-Plattformen (UGC) wie YouTube heute zu den größten Verwerten und Nutznießern urheberrechtlich geschützter Inhalte gehören, die Rechteinhaber aber nicht angemessen vergüten. Der Grund hierfür sind die weitreichenden Haftungsprivilegien des Telemediengesetzes bzw. der E-Commerce-Richtlinie.

Mit ihrem Schreiben fordern die Autoren eine gesetzliche Klarstellung auf EU-Ebene, dass UGC-Plattformen selbst urheberrechtlich relevante Handlungen vornehmen, insbesondere Inhalte vervielfältigen und öffentlich zugänglich machen. Es soll zudem klargestellt werden, dass diese Handlungen der Plattformen nicht nach dem TMG bzw. den Regeln der E-Commerce-Richtlinie privilegiert sind. Hierdurch wären UGC-Plattformen gezwungen, für die bei ihnen vorhandenen Inhalte Lizenzen zu erwerben, wie dies bspw. iTunes oder Netflix tun.

 

zum offenen Brief [eng/pdf]

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