Cybercrime-Spezialisten der GStA Dresden und des LKA Sachsen gehen in konzertierter Aktion erfolgreich gegen Usenet-Piraterie vor

Pressemitteilung der GStA Dresden vom 09.11.2017

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden – Zentralstelle Cybercrime Sachsen (ZCS) – und das Landeskriminalamt Sachsen – Sächsisches Cybercrime Competence Center (SN4C) – melden, wurden am 8. November 2017 im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen gewerbsmäßiger unerlaubter Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken Wohn- und Geschäftsräume von 26 Beschuldigten sowie Rechenzentren in Deutschland, Spanien, Niederlande, San Marino, der Schweiz und in Kanada durchsucht. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, die einschlägig bekannten Piraterieportale www.town.ag und www.usenet-town.com betrieben zu haben.

Bei diesen beiden Angeboten handelte es sich um „zwei der größten Online-Portale, über die unter systematischer und rechtswidriger Verletzung von Urheberrechten Zugang zu Filmen, Serien, Musik, Software, E-Books, Hörbüchern sowie Zeitungen und Zeitschriften (E-Paper) angeboten wurde“. Nutzer hätten Zugriff auf über 400.000 bzw. 1.200.000 geschützte Titel nehmen können. Den Rechteinhabern sei dadurch ein Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro entstanden.

Die Betreiber der Plattformen haben sich nach Justizangaben über sogenannte Sponsoren vergüten lassen und Einnahmen in Millionenhöhe erzielt. Gegen zwei deutsche Staatsangehörige in Spanien und Sachsen seien Haftbefehle vollstreckt worden; die Auslieferung des in Spanien festgenommenen Verdächtigen sei bereits beantragt.

Zudem gelang es den Spezialisten der beiden Behörden die Piraterieportale www.town.ag und www.usenet-town.com vom Netz zu nehmen und weit über 1.000 Gigabyte an Daten, zahlreiche Datenträger sowie Computer der Beschuldigten sicherzustellen. Die Ermittlungen sollen andauern.


 

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