Axel Voss: „Wir müssen die Haftung der Plattformen neu definieren, um unsere Europäischen Kreativen besser zu schützen“

robert-schuman.eu vom 12.11.2018 – Gastbeitrag von MdEP Axel Voss

„[…] Mit der Entwicklung von Internet und dem Geschäftsmodell von Spotify oder Youtube und Co ist jeder Lieblingssong zu jeder Zeit verfügbar – und das sogar kostenlos (Youtube) oder gegen eine monatliche Gebühr (Spotify). Ein Klick genügt und der Gang zum Musikladen hat sich erübrigt. Heute ist quasi derjenige „altmodisch“, der noch LPs oder CDs kauft – heute werden ganze Abende mit den von ihren Usern angelegten Playlists „gestreamter“ Musik ausgefüllt. Der Zugang erfolgt zu jeder Zeit an jedem Ort grenzenlos.

Dies ist aus Nutzersicht sicherlich eine positive Entwicklung. Auch die Plattformen profitieren immens. Das Geschäftsmodell von Youtube, bei dem alle Nutzer nahezu alles hochladen und nutzen dürfen, ist so erfolgreich wie lange nicht und Google schafft es damit, sich eine Monopolstellung auf dem Markt zu sichern. Die Vermarktung der Nutzerdaten und der Verhaltensdaten sowie hohe Werbeeinnahmen durch die Attraktivität nahezu alles auf Youtube ansehen zu können, sind zu einem sehr lukrativen Geschäft geworden.

Was die meisten aber vergessen: Solange die Urheber der Musik, Filme und Dokumentationen etc. der Veröffentlichung auf Youtube und Co. nicht zugestimmt haben, dürften diese Werke gar nicht hochgeladen werden. Diese Uploads stellen Urheberrechtsverletzungen dar, verursacht durch den User, der das Video einstellt.

Aber nicht nur, dass diese Uploads rechtlich als Urheberrechtsverletzungen gewertet werden. Sie verursachen auch einen immensen Schaden, der die Existenz vieler Kreativer bedroht […].“


 

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