WALDORF FROMMER: Widersprüchlicher und unplausibler Vortrag geht zu Lasten des Anschlussinhabers

Amtsgericht München vom 01.09.2014, Az. 251 C 26394/13

Gegenstand des Verfahrens: Illegales Tauschbörsenangebot urheberrechtlich geschützter Tonaufnahmen.

Das Amtsgericht München hat den Beklagten zur Leistung von Schadenersatz, Erstattung der geltend gemachten Rechtsanwaltskosten und Übernahme der Verfahrenskosten verurteilt.

Der Beklagte hatte außergerichtlich behauptet, dass möglicherweise ein Familienmitglied als Täter der Rechtsverletzung in Betracht käme. Im gerichtlichen Verfahren hat der Beklagte dies jedoch ausdrücklich ausgeschlossen.

Unplausibel waren die Schilderungen des Beklagten auch deshalb, da laut Vortrag sämtliche Computer zu den vorgeworfenen Zeiten ausgeschaltet gewesen seien. Zudem war der WLAN Anschluss gegen den Missbrauch von außen ausreichend gesichert.

Wie es zu der unstreitig erfolgten Rechtsverletzung bei dieser Sachverhaltsdarstellung hätte kommen können, konnte der Beklagte nicht beantworten. Ein derart widersprüchlicher uns unplausibler Vortrag ist nicht geeignet, die sekundäre Darlegungslast zu erfüllen, so das Gericht in seiner Begründung.

Autorin: Rechtsanwältin Linda Haß

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.