WALDORF FROMMER: Vorliegen einer Urheberrechtsverletzung nicht von Größe und Auflösung des Bildes abhängig

Landgericht München I vom 13.04.2012, Az. 21 O 26398/10

Gegenstand des Verfahrens: Illegale Nutzung urheberrechtlich geschützten Bildmaterials

Die Beklagten behaupteten, im Besitz einer gültigen Lizenz zu sein, für deren Erwerb sie aber keinen Nachweis erbringen konnten. Weiterhin waren die Beklagten rechtsirrig der Auffassung, die Einbindung einer Fotografie in „Briefmarkengröße“ stelle keine urheberrechtlich relevante Nutzung dar. Die Ansprüche der Klägerin seien ferner verjährt.

Das Landgericht hat sämtliche Einwände der Beklagten verworfen: Die Beklagten konnten keinen Nachweis für den angeblichen Lizenzerwerb und den Eintritt der Verjährung erbringen, obwohl sie diesbezüglich die Beweislast traf. Darüber hinaus stellte das Gericht klar, dass auch die Verwendung einer Fotografie in geringer Größe und Auflösung eine – erlaubnispflichtige – öffentliche Zugänglichmachung nach dem UrhG darstellt.

Somit wurde das zuvor ergangene Versäumnisurteil aufrechterhalten.

Autor: Rechtsanwalt Frank Metzler

 

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