WALDORF FROMMER: Verfahren vor dem Landgericht München I – 100%-iger Zuschlag bei unterlassener Urhebernennung und deutlich erhöhter Streitwert bei mehrfacher Bildnutzung

Landgericht München I, 28.11.2014, Az. 21 O 4110/14

Gegenstand des Verfahrens: Illegale Nutzung urheberrechtlich geschützten Bildmaterials

Der Beklagte wurde wegen der zweifachen, unlizenzierten Nutzung einer Fotografie im Internet vor dem Landgericht München I auf Unterlassung, Auskunftserteilung, Feststellung der Schadenersatzverpflichtung und Kostenerstattung in Anspruch genommen.

Nachdem der Beklagte die geforderte Auskunft im Laufe des Verfahrens erteilte, wurde der Schadenersatzanspruch der Klägerin zzgl. eines 100%-igen Zuschlags wegen der unterlassenen Nennung des Fotografen beziffert.

Im Termin ließ das Gericht u.a. erkennen, dass der 100%-ige Zuschlag wegen unterlassener Urhebernennung nach der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts München zu gewähren und der Gegenstandswert der Abmahnung wegen der zweifachen Bildnutzung in Höhe von EUR 16.250,00 angemessen sei.

Daraufhin erkannte der Beklagte nicht nur den Unterlassungsanspruch der Klägerin, sondern auch deren Schadenersatz- und Kostenerstattungsansprüche in vollem Umfang an.

 

Autor: Rechtsanwalt Andreas Berger

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