WALDORF FROMMER: Hohe Sorgfaltspflicht bei der Verwendung von Fotografien im Internet

Landgericht Rostock vom 17.01.2014, Az. 3 O 1361/21 (1)

Gegenstand des Verfahrens: Illegale Nutzung urheberrechtlich geschützten Bildmaterials

Das Landgericht Rostock hat den Beklagten zur Unterlassung der Nutzung der streitgegenständlichen Fotografie sowie zur Auskunftserteilung hinsichtlich der Dauer der Verwendung der streitgegenständlichen Fotografie verurteilt.

Der Beklagte hatte vorgetragen, er habe das streitgegenständliche Foto von einem Unternehmen im Rahmen eines Werbepakets erhalten. Als Vertriebspartner habe er die betreffenden Werbematerialien einsetzen dürfen. Aus diesem Grund habe er davon ausgehen dürfen, zur Nutzung des streitgegenständlichen Bildmaterials berechtigt zu sein.

Diesem Vortrag erteilte das Landgericht eine klare Absage. Der Beklagte hätte nicht blind auf etwaige Zusagen seines Vertragspartners vertrauen dürfen. Statt dessen hätte er sich die Nutzungsberechtigung seines Vertragspartners nachweisen lassen müssen.

Das Gericht hat den Beklagten somit zur Leistung von Schadensersatz und Erstattung der Rechtsanwaltskosten nach einem Gegenstandswert von EUR 11.250,00 verurteilt.

Autor: Rechtsanwalt Andreas Berger


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