WALDORF FROMMER: Berechnung des Schadenersatzes nach den MFM-Richtlinien und 100%-Zuschlag wegen unterlassener Urhebernennung

Amtsgericht Düsseldorf vom 02.10.2014, Az. 57 C 4668/14

Gegenstand des Verfahrens: Illegale Nutzung urheberrechtlich geschützten Bildmaterials

Das Amtsgericht Düsseldorf hat die Beklagte antragsgemäß verurteilt, Schadenersatz wegen der unlizenzierten Nutzung der streitgegenständlichen Food-Fotografie zu leisten und die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten der Klägerin zu erstatten.

Das Gericht stellte insbesondere klar, dass die Berechnung des Schadenersatzes nach den Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (sog. MFM-Richtlinien) nicht zu beanstanden ist. Zudem sprach das Gericht den wegen der unterlassenen Urhebernennung geltend gemachten, weiteren Schadenersatzanspruch in gleicher Höhe (sog. 100%-Zuschlag) zu.

Ungeachtet der Gestaltung der Internetseite der Beklagten durch deren Webdesigner ging das Gericht von zumindest fahrlässigem Handeln aus. Die Beklagte habe die sie treffende Kontroll- und Überwachungspflicht verletzt.

Schließlich hat das Gericht die Höhe der aus einem Gegenstandswert von EUR 10.000,00 berechneten außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten als angemessen erachtet.

Autor: Rechtsanwalt Andreas Berger

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