Keine „Streaming-Abmahnungen“ durch WALDORF FROMMER

In den letzten Tagen wurde vielfach gemutmaßt, dass Mandanten der Kanzlei WALDORF FROMMER neuerdings auch gegen Nutzer von Streaming-Angeboten vorgehen würden. Gemeint waren Nutzer von Angeboten wie beispielsweise Popcorn Time oder cuevana.tv.

Bei Popcorn Time bzw. cuevana.tv handelt es sich jedoch keinesfalls um Streaming-Angebote im herkömmlichen Sinne.

Vielmehr kommt bei diesen Angeboten ganz reguläre Tauschbörsensoftware zum Einsatz. Wer eines dieser Angebote nutzt, nimmt an einer regulären P2P-Tauschbörse teil, bietet die urheberrechtlich geschützten Filme und Serien Dritten also automatisch zum Download an und wird so selbst zum „Verbreiter“ illegaler Kopien. Dass Angebote wie Popcorn Time etc. die zusätzliche Möglichkeit bieten, sich den Film oder die Serie ggf. bereits während des Downloads anzusehen, spielt weder rechtlich noch technologisch gesehen eine Rolle.

Erhält ein Nutzer solcher Dienste also ein Schreiben von WALDORF FROMMER, liegt dem ausschließlich eine Urheberrechtsverletzung durch öffentliches Zugänglichmachen eines geschützten Werkes in einem P2P-Netzwerk zu Grunde.

Wer nun einwenden möchte, dass es nicht erkennbar sei, dass beispielsweise bei Popcorn Time BitTorrent genutzt wird, macht es sich zu leicht.

Eigentlich sollte jedermann bereits ernsthaft daran zweifeln, ob brandaktuelle Filme und Serien wirklich auf legale Art und Weise völlig kostenfrei im Internet angeboten werden. Darüber hinaus gibt aber bereits die Startseite von Popcorn Time den entscheidenden Hinweis: „Popcorn Time streamt Filme und Fernsehserien von Torrents. Das Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material kann in Ihrem Land verboten sein. Benutzung auf eigene Gefahr.

 

PopcornTimeWarningPage

 

Die Regeln des Urheberrechts sind an dieser Stelle ganz einfach: Wer ein derartig zweifelhaftes Gratisangebot nutzen möchte, muss sich zuvor eingehend über die Rechtmäßigkeit und drohende Konsequenzen informieren.

 

 

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige haben im Auftrag diverser Gerichte bereits mehrfach die Fehlerfreiheit der Ermittlungssoftware (Peer-to-Peer Forensic System) festgestellt.

Informationen hierzu finden Sie unter:
news.waldorf-frommer.de/tag/p2p-forensic-system-pfs

 

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