Deutscher Musikrat: Tonträgerindustrie in der EU verliert jährlich 170 Mio. EUR durch Musikpiraterie

Deutscher Musikrat vom 25.05.2016

„Einem neuen Bericht des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) zufolge entstand 2014 in der EU aufgrund von Musikpiraterie ein Schaden in Höhe von 170 Mio. Euro (5,2 % aller Musikverkäufe). Insgesamt belief sich der Umsatzverlust bei den physischen Formaten (z.B. CDs) auf 57 Mio. Euro und bei den digitalen Formaten auf 113 Mio. Euro. Das entsprach 2,9 % aller Musikverkäufe von physischen Formaten bzw. 8,8 % aller Verkäufe von digitalen Formaten.

Die Studie, die das EUIPO über die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums herausgegeben hat, untersucht die Direktverkäufe der Tonträgerindustrie von Musikprodukten an einheimische Einzelhändler bzw. Zwischenhändler. Verkäufe durch Musikvertriebe (wie Online-Plattformen) oder Einzelhändler sind hier ausgenommen.

António Campinos, Exekutivdirektor des EUIPO, erklärt: „Die Frage, ob Produktpiraterie zu einer Steigerung oder einem Rückgang des Umsatzes im Tonträgergeschäft führt, war Gegenstand zahlreicher Studien, deren Ergebnisse mitunter widersprüchlich waren. Die Ergebnisse unserer Studie stimmen mit dem vorherrschenden Konsens überein und ergaben, dass Produktpiraterie zu einem Rückgang der Einnahmen der legalen Industrie geführt hat, sowohl bei den digitalen als auch bei den physischen Formaten.““

zur Meldung des Deutschen Musikrates

zum Report: The economic cost of IPR infringement in the recorded music industry

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