Boerse.bz: Massiver Schlag gegen größte illegale Musik-, Film- und Buch-Börse

Über 120 Hausdurchsuchungen erschüttern bundesweite Raubkopierer-Szene

München, 04.11.2014

Mit jeweils ca. 2,5 Mio. registrierten Nutzern und insgesamt ca. 300.000 Besuchern täglich zählen boerse.bz und boerse.to nicht nur zu den größten illegalen Plattformen, sondern aufgrund ihrer hohen Popularität auch zu den meistbesuchten Webseiten in Deutschland.

Boerse.bz ist seit Jahren das Synonym für professionell betriebene Internetpiraterie. Gegründet im Jahr 2008 hat sich die Seite zu einer der umfassendsten Plattformen für die illegale Verbreitung nahezu sämtlicher Medieninhalte etabliert. Die Zahl der über boerse.bz angebotenen Inhalte beläuft sich auf ca. 200.000 urheberrechtlich geschützte Werke; bei boerse.to, einem Ableger der Seite, sind es sogar rund 370.000.

Finanziert durch Werbeeinnahmen, zweifelhafte Abo-Modelle, Schadsoftware zur gezielten Verbreitung von Viren, den kostenpflichtigen Betrieb von Anonymisierungsdiensten etc. generieren die Verantwortlichen von Warez-Seiten, also Plattformen zur Verbreitung von Raubkopien, vielfach monatliche Einnahmen im fünfstelligen Bereich. Durch die illegalen Angebote entgehen den Urhebern massive Einnahmen, da viele Nutzer die kostenlosen Angebote den legalen Bezahlangeboten vorziehen.

Unstimmigkeiten unter den Verantwortlichen und nicht zuletzt die hohen Profitaussichten ließen zuletzt zahlreiche Nachahmerportale rund um boerse.bz entstehen, darunter der kürzlich aufgetauchte Ableger boerse.to.

Auf richterlichen Beschluss fanden heute bundesweit bei über 120 Verantwortlichen Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen statt. An der Aktion waren 400 Polizeibeamte unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln beteiligt. Die Maßnahmen der Kölner Staatsanwaltschaft gehen auf die Anzeigen führender Musik-, Film- und Verlagsunternehmen zurück, die durch die Kanzlei WALDORF FROMMER vertreten werden.

Die konzertierte Aktion unter Mitwirkung zahlreicher Polizeidienststellen erfolgte unter größter Geheimhaltung und intensiver Zusammenarbeit der am Verfahren Beteiligten. Den Verantwortlichen drohen im Falle einer Verurteilung hohe Geld- bzw. sogar Haftstrafen.

„Wir freuen uns, dass es zu diesem branchenübergreifenden Strafverfahren gekommen ist. Denn nahezu jeder Urheber, gleich ob Musiker, Autor, Filmemacher oder Journalist, ist vom unerschöpflichen Angebot der diversen Boerse-Plattformen betroffen.
Als Vertreter der Rechteinhaber konzentrieren wir uns bei der Verfolgung auf die primär Verantwortlichen, zu denen insbesondere auch die Personen zählen, die durch ihre täglichen Uploads die Plattformen nähren und am Leben erhalten.“, so Björn Frommer, Geschäftsführer der Kanzlei.

Link zur Pressemitteilung von WALDORF FROMMER

 


WALDORF FROMMER steht für den nachhaltigen Schutz geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter. Die Kanzlei berät und vertritt führende Filmverleihunternehmen, Musikunternehmen, Verlagshäuser, Bildagenturen, Künstler und andere Rechteinhaber in allen Fragen des Urheber- und Medienrechts sowie des Kennzeichen- und Persönlichkeitsrechts.

www.waldorf-frommer.de

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